„Wir sind nicht psychisch labil und lassen uns nicht beleidigen!“
BSBD-Berlin weist die Vorwürfe des Staatssekretärs für Justiz zurück  

06.09.2007

Zum wiederholten Male haben die politisch Verantwortlichen der Justiz die Beschäftigten des Justizvollzuges mit unerhörten Formulierungen in der Öffentlichkeit als nicht arbeitsfähig dargestellt. 

Der Behauptung in der ARD-Sendung "Kontraste", dass es relativ viel psychisch labile Justizvollzugsbediensteten gibt und dies das Hauptproblem im Justizvollzug sei, wurde bis heute nicht widersprochen. Im Gegenteil in der Sendung „Klipp und Klar“ am 05.09.2007 setzte der zuständige Staatssekretär dieser Darstellung noch einen darauf, und behauptete, dass es „viele Kolleginnen und Kollegen gibt, die sich begierig in die Krankheit flüchten und den gelben Urlaub nehmen“.

Der Landesvorsitzende des BSBD Berlin reagierte empört:  „Dies skandalösen Behauptungen und Beleidigungen weisen wir im Namen aller Beschäftigten im Berliner Justizvollzug zurück. Es nutzt auch nichts, wenn Frau von der Aue den gesamten guten Justizvollzug lobt, wenn sie gleichzeitig zulässt, dass ihr Staatssekretär in seiner ihm eigenen Art die Beschäftigten als Dauerpatienten darstellt“. 

Leider wird nicht nach den wirklichen Ursachen von Erkrankungen der Bediensteten geforscht. Wer arbeitet schon gerne mit einem Chef zusammen, der die Bediensteten danach beurteilt, wie oft sie krank sind“, sagte Goiny weiter. 
Der BSBD-Berlin fordert die Justizsenatorin auf, die falsche Darstellung in der Öffentlichkeit umgehend zurück zu nehmen.
Für die Rahmenbedingungen im Vollzug ist der Senat verantwortlich und nicht die Beschäftigten.