Der BSBD Berlin hat bei der Wahl zu den örtlichen
Personalvertretungen in den drei großen Justizvollzugseinrichtungen
Tegel, Moabit und Jugendstrafanstalt jeweils die absolute Mehrheit
errungen. In der JVA Tegel konnte der BSBD 8 der insgesamt 11 Sitze (7
Beamten- und 1 Arbeitnehmer-Sitz) erringen. In der Jugendstrafanstalt
entfielen von 9 Sitzen des Personalrates auf den BSBD 6 Beamten - und 1
Arbeitnehmer-Sitz. In der JVA Moabit konnten die beiden
Arbeitnehmer-Sitze gewonnen werden. Von den 7 Beamten-Sitzen entfielen 6
auf den BSBD Berlin.
Ausschlaggebend für die gewonnenen Wahlen, war die hohe Wahlbeteiligung.
Hier hob sich besonders die JVA Moabit hervor. 70% der Beschäftigten
haben hier ihre Stimme abgegeben. Hohe Wahlbeteiligungen gab es auch bei
den Wahlen zum Gesamtpersonalrat der Berliner Justiz und zum
Hauptpersonalrat des Landes Berlin.
„Wir bedanken uns bei den Beschäftigten für das entgegengebrachte
Vertrauen“, sagte der Landesvorsitzende des BSBD Berlin, Thomas Goiny.
„Das Ergebnis zeigt, dass die Kolleginnen und Kollegen sehr wohl ein
großes Vertauen in die Arbeit der Gewerkschaften und den freien Listen
eine eindeutige Absage erteilt haben. Auch die Anstaltsleitungen müssen
sich fragen lassen, ob sich die seit einiger Zeit veränderten
Umgangsformen mit den Bediensteten in der hohen Wahlbeteiligung
niedergeschlagen haben. In allen Dienststellen werden Umgangston und
Umgangsform immer wieder scharf kritisiert. Wir fordern daher die
Anstaltsleitungen und die Senatsverwaltung für Justiz auf, die Belange
der Beschäftigten ernst zu nehmen und endlich wieder Transparenz in den
Justizvollzug zu bringen“ sagte Goiny weiter.