Im Beisein des Staatsekretärs für Justiz, Hasso Lieber, und der Leiterin der Bildungsstätte für den Justizvollzug Angelika Lichthard haben heute 43 Anwärter und Anwärterinnen des allgemeinen Vollzugsdienstes ihre Prüfungszeugnisse bekommen. Im stilvollen Nordsternsaal in der Senatsverwaltung für Justiz wies der Staatssekretär auf die besondere Bedeutung der Tätigkeit für die Menschen und die Gesellschaft hin, die leider in der Öffentlichkeit nicht immer so wahrgenommen wird.
„Wir freuen uns, dass wir wieder 43 neuen Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Vollzugseinrichtungen begrüßen können“, sagte der Landesvorsitzende des BSBD Berlin, Thomas Goiny, und gratulierte den neuen Kolleginnen und Kollegen zu ihren hervorragenden Leistungen während der Ausbildung und wies als Mitglied des Gesamtpersonalrates der Berliner Justiz auf die vielen täglichen Probleme im Justizvollzug hin, die es zu lösen gelte. In diesem Zusammenhang hob er die Verantwortung der Dienstellenleiter und der Interessenvertretungen hervor, diese Probleme gemeinsam anzupacken. „Hierfür stehen die Personalräte und der BSBD als Interessenvertretungen immer zur Verfügung“, sagte Goiny.
Gleichzeitig mahnte der BSBD an, auch weiterhin für Nachwuchs im Justizvollzug zu sorgen. Allein die altersbedingten Abgänge würden den Vollzug vor erhebliche Probleme stellen. „Wir hoffen sehr, dass die Justizverwaltung auch bei der derzeitigen Erstellung der Dienstkräfteanmeldung für den nächsten Doppelhaushalt 2009/2010 ihre Zusagen einhält auch Anwärter/innen über den Eröffnungsbeginn der JVA in Großbeeren hinaus einzustellen. Teilweise liegt der Altersdurchschnitt in den Vollzugsanstalten schon bei 45 Jahren und älter“, sagte Goiny weiter.