Ende März haben sich die Gewerkschaften und Arbeitgeber in Hessen auf einen Tarifabschluss geeinigt. Ab 1. April 2009 erhalten die Tarifbeschäftigten 3,0 Prozent und ab 1. März 2010 1,2 Prozent mehr Gehalt. Damit wurde erreicht, dass Hessen sich an die übrigen Bundesländer fast angeglichen hat. Die Anpassung der Beamten/innen an die Tarifanpassung, wurde wie in den anderen Bundesländern auch, zugesagt.
Damit ist Berlin von der Einkommensangleichung völlig abgekoppelt. Nach Aussagen des Innensenators soll der TVL ab dem nächsten Jahr auch in Berlin gelten. Eine entsprechende Vorsorge soll im nächsten Doppelhaushalt eingeplant werden. Allerdings gibt es keine Zusage für die Angleichung auch bei den Beamten/innen. Auf der Frühjahrsitzung des Landeshauptvorstandes des dbb berlin wurde eine entsprechende Entschließung zur Anpassung der Gehälter und der Besoldung verabschiedet.
Im Einzelnen heißt es in der Entschließung: Vom dbb berlin werden weiterhin alle rechtlichen Schritte vorbereitet, um für die Berliner Beamtinnen und Beamten die verfassungsrechtlich vorgeschriebene amtsangemessene Alimentation zu erreichen.
Des Weiteren hat der dbb berlin gefordert, so schnell wie möglich den seit 2003 eingetretenen Besoldungsrückstand wieder auszugleichen.
Aus der vom dbb - beamtenbund und tarifunion - gefertigten Übersicht zur Umsetzung des Tarifergebnisses der Einkommensrunde 2009 der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes für die Beamtinnen und Beamten und Richterinnen und Richter der Länder durch entsprechende Landesbesoldungs- und -versorgungsanpassungsgesetze - Stand 26. März 2009 - ergibt sich, dass voraussichtlich nur in Berlin die Einkommensverbesserungen nicht übertragen werden. Die Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richter sind so weiterhin von der allgemeinen Einkommensentwicklung in den anderen Ländern abgekoppelt.