Unter
dem Motto „Dienstleistung aus einer Hand“ hat die dbb akademie zum 10ten
mal den Kongress Neue Verwaltung in Leipzig durchgeführt. Unter der
Schirmherrschaft des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble wurde der
Kongress der gleichzeitig auch Fachmesse zum Thema eGoverment ist vom
Bundesvorsitzenden des dbb Peter Heesen auf dem Messegelände in Leipzig
eröffnet.
In seiner Eröffnungsrede stellte Heesen fest, dass „Eine Verwaltung ohne Digitalisierung und Vernetzung im großen Stil ist heute gar nicht mehr vorstellbar ist. Das „e‘“ für „electronic“ sei im Tagesgeschäft von Verwaltung, Wirtschaft und Privatpersonen eine Selbstverständlichkeit. „Daher muss sich auch die öffentliche Verwaltung den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts stellen und immer mehr Schlüsseldienstleitungen anbieten, die einen echten Mehrwert für die Bürger bedeuten“ sagte Heesen.
„Neue Techniken und Programme beinhalten aber auch immer Gefahren. Daher müssen Bürger und Mitarbeiter vor unliebsamen Zugriffen und Zugriffen geschützt werden“ Sagte der Landesvorsitzende des BSBD Berlin, Thomas Goiny. „Personenbezogene Daten dürfen nur durch die direkt verantwortlichen Mitarbeiter im öffentlichen Dienst erfasst und bearbeitet werden. Datenskandale wie sie bei der Deutschen Bahn öffentlich wurden, dürfen im öffentlichen Dienst nicht vorkommen“, sagte Goiny weiter.
Auch in den Bereich der Justiz ist der PC nicht mehr wegzudenken. Immer mehr werden neue Software-Programme auch in den Vollzugsanstalten eingeführt, die nicht nur die Daten der Inhaftieret erfassen, sondern auch eine umfangreiche Überprüfungen der Beschäftigten zulässt. Für den BSBD Berlin ist der Datenschutz das herausragende Thema im Bereich des eGoverment. Gleichzeitig wies Goiny darauf hin, dass jeder PC immer noch durch Menschern bedient werden. Der Personalabbau im öffentlichen Dienst in den letzten Jahren, hat die Prioritäten in der täglichen Arbeit verschoben. Immer häufiger ist der zeitliche Aufwand am PC größer, als das man sich mit den Menschen beschäftigt. Statistiken und das ausfüllen von elektronischen Vordrucken, lässt häufig die gesetzlichen Aufgaben in den Hintergrund rücken, kritisiert der BSBD Berlin.
In der virtuellen Gesellschaft, die nach der Devise schneller, besser bequemer und billiger funktioniere, sei es zudem Aufgabe des Staates, „für das notwendige Maß an Sicherheit, Verbindlichkeit und Vertrauen“ zu sorgen. „Aktiver Schutz von Informations- und Kommunikationssystemen gehört dazu“, ergänzte Heesen mit Blick auf das kürzlich initiierte Projekt „De-Mail“, das den sicheren Austausch zwischen Bürgern, Behörden und Unternehmen ermögliche.
Gestärkt wird die „Vision des eGovernment“ als leistungsfähige, effiziente und kundenorientierte Verwaltung nach Auffassung des dbb Bundesvorsitzenden auch durch die Anforderungen der EU-Dienstleistungsrichtlinie, denen bis Ende Dezember 2009 entsprochen werden muss und die „ein koordiniertes Vorgehen aller staatlichen Ebenen erzwingt.
Der Kongress „neue verwaltung“ mit Fachmesse eGovernment findet noch bis 6. Mai im Congress Center Leipzig statt. Die Schirmherrschaft der in Fachkreisen renommierten Veranstaltung hat in diesem Jahr Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble übernommen.