Existenznöte im einfachen und mittleren Dienst beseitigen

13.11.2009

dbb berlin und BSBD weisen auf die Existenznöte des einfachen und mittleren Diensts hin und fordern die Beseitigung der Missstände. In den letzten Monaten hat der dbb berlin und der BSBD Berlin immer wieder auf die schlechte Bezahlungssituation in Berlin hingewiesen.

Dieser Einkommensunterschied macht sich insbesondere bei den Besoldungsgruppen im einfachen und mittleren Dienst bemerkbar und bringt einige Kolleginnen und Kollegen, hier besonders Alleinerziehende oder Alleinverdiener, an den Rand des Existenzminimums und der Abhängigkeit von ergänzender staatlicher Unterstützung.

Der BSBD Berlin fordert auch im Bereich der Nachwuchsförderung eine schnelle Lösung anzustreben. In Anbetracht des viel zu hohen Altersdurchschnitts müssen Konzepte entwickelt werden, die eine kontinuierliche Entwicklung des Personals sicherstellen. Bis zum Ende des Jahres 2015 werden 20,5 Prozent der Beschäftigten im Justizvollzug in den Ruhestand gehen. Die aktuellen Einstellungen sind ausschließlich für die neue Haftanstalt in Großbeeren vorgesehen. Daher muss schnell der Einstellungskorridor über das Jahr 2010 festgelegt werden.

In der Broschüre „Besoldungsrückstände im Land Berlin“ wurde detailliert die bundesweite Schlechterstellung der Beamten/innen in Berlin dargestellt. Auf der Homepage des dbb berlin können unter der Rubrik „Besoldungsrückstände“ die vielfältige Hinweise und Stellungsnahmen nach gelesen werden.