Wie in der aktuellen Ausgabe des hauptstadt magazins dargestellt, haben die 2.133 Justizvollzugsbediensteten Berlins in den vergangenen Monaten insgesamt 97.592,2 Mehrarbeitsstunden geleistet. Auf jeden Bediensteten in der Justizvollzugsanstalt Moabit kommen 49,9 Stunden, der Justizvollzugsanstalt Tegel 45,6 Stunden, der Justizvollzugsanstalt Plötzensee 59,4 Stunden, der Jugendstrafanstalt 36,2 Stunden, der Justizvollzugsanstalt für Frauen 44,2 Stunden, der Justizvollzugsanstalt Düppel 37,9 Stunden, der Justizvollzugsanstalt Hakenfelde 35,3 Stunden, der Jugendarrestanstalt 9,9 Stunden, der Justizvollzugsanstalt Charlottenburg 66,4 Stunden und beim Justizvollzugskrankenhaus 42,3 Stunden.
Trotz neuer Anwärterlehrgänge hat sich die Zahl der Überstunden nicht verringert. Aus Sicht des BSBD Berlin wird die Zahl der Überstunden in den nächsten Jahren noch zunehmen, da in den nächsten Jahren viele Beschäftigte im Justizvollzug in Ruhestand gehen. „In der Praxis bedeutet der Abbau von Überstunden, dass immer wieder Stationen in den Haftanstalten geschlossen werden müssen oder die Bereiche mit einem Minimum an Personal „gefahren“ werden. Behandlung und Betreuung rutscht immer weiter in den Hintergrund“, kritisiert der Landesvorsitzende des BSBD berlin, Thomas Goiny die Situation.