Mit dem heutigen Tag erhalten weitere 23 Anwärterinnen und Anwärter des Ausbildungslehrgangs 2005 nicht nur ihre Prüfungszeugnisse sondern auch ihre Ernennungsurkunden. Im historischen Nordsternsaal der Senatsverwaltung für Justiz, überreichte der Staatsekretär, Hasso Lieber und die Leiterin der Bildungsstätte, Angelika Lichthard die Prüfungszeugnisse an die neuen Kolleginnen und Kollegen in den Vollzugsanstalten. Dank der hervorragenden Vorbereitung durch die Bildungsstätte und deren Ausbilder haben wieder alle Anwärterinnen und Anwärter ihre Prüfung bestanden.
„Wir freuen uns natürlich, dass wir wieder 23 neuen Kolleginnen und Kollegen in den verschiedenen Vollzugseinrichtungen begrüßen können“, sagte der Landesvorsitzende des BSBD Berlin, Thomas Goiny, und gratulierte den neuen Kolleginnen und Kollegen zu ihren hervorragenden Leistungen während der Ausbildung.
Gleichzeitig mahnte der BSBD an, auch über das Jahr 2011/2012 für Nachwuchs im Justizvollzug zu sorgen. Allein die altersbedingten Abgänge würden den Vollzug vor erhebliche Probleme stellen. „Die geplanten Privatisierungsvorhaben der Justizverwaltung werden die personellen Probleme auf Dauer nicht lösen. In einigen Vollzugsanstalten liegt der Altersdurchschnitt schon bei über 49 Jahren. Daher ist auch in den nächsten Jahren qualifizierter Nachwuchs dringend notwendig“, sagte Goiny weiter.
Leider werden die Beschäftigten im Justizvollzug in der Öffentlichkeit nicht immer so positiv wahrgenommen wie die Kollegen/innen von Polizei- und Feuerwehr. Trotzdem leisten tagtäglich fast 3000 Mitarbeiter/innen in den Justizvollzugseinrichtungen einen hervorragenden Dienst. Um die Zahl der Bewerber/innen zu erhöhen, hatte der BSBD-Berlin bereits im letzten Jahr vom Senat die Wiedereinführung von Anwärtersonderzuschlägen gefordert.