Die Serie von Brandanschlägen auf staatliche Einrichtungen und auf Autos in der Stadt lässt nicht nach. Nach dem Brandanschlag auf die Geschäftsstelle des BSBD Berlin und das Infomobil der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) im Juni und August ist anscheinend eine neue Dimension bei den Anschlägen in Berlin zu verzeichnen. Nun werden auch Privatfahrzeuge von Beschäftigten im öffentlichen Dienst angezündet. Jüngstes Beispiel sind die privaten PKW’s von Kollegen/innen bei der Berliner Polizei.
In der Nacht des 22. August 2009 ist erstmals das Privatfahrzeug
eines Polizeibeamten mit direktem dienstlichem Bezug zum Ziel eines
Brandanschlages geworden. Ein weiteres Fahrzeug wurde dabei beschädigt.
Zur Tatzeit waren die Funkwagen des Abschnittes mit offenbar fingierten
Anrufen zum Einsatz gerufen worden. Etwa zeitgleich erfolgte ein
Brandanschlag mit einem Molotowcocktail gegen ein Polizeidienstgebäude
in der Bulgarischen Straße.
„Wir bitten daher ausdrücklich alle Kolleginnen und Kollegen unbedingt
vorsichtig zu sein und die Augen offen zu halten,“ sagt der
Landesvorsitzende des BSBD Berlin, Thomas Goiny.
Besonders in den Nachtstunden ist diese Vorsicht geboten. Dies gilt auch
für Motorräder und Fahrräder. Der BSBD fordert die Beschäftigten im
Justizvollzug auf, jede verdächtige Beobachtung umgehend der Polizei zu
melden.