Verdi entfernt sich immer mehr von den Beschäftigten

16.02.2010

Mit Unverständnis hat der BSBD Berlin die Äußerungen des Vorsitzenden des Hauptpersonalrates Berlin, Uwe Januszewski, in der Berliner Morgenpost vom Wochenende zur Kenntnis genommen, in der die Beamtinnen und Beamten durch die Hintertür zum Streik aufgefordert werden.
 
„Der Senat hat mit seinem vorgelegten Entwurf vom 08./09. Februar unmissverständlich klargestellt, dass es ein weiteres Verhandeln nicht geben wird. Wer also ein besseres Tarifergebnis erzielen will, hätte den Vorschlag des Senats vom 21.01.2010 annehmen sollen, statt eine einseitige Klientelpolitik für wenige zu betreiben. Die Beamtinnen und Beamten jetzt als Druckmittel zu benutzen ist unredlich“, sagte der Landesvorsitzende des BSBD Berlin, Thomas Goiny.
 
Für den BSBD Berlin ist klar: ver.di hat sich von einer Politik für alle Beschäftigten weit entfernt. Statt unsachliche Vorschläge zu machen sollte ver.di sich wieder für die Beschäftigten einsetzen. Seit Monaten werden alle Vorschläge der Senatsverwaltung für Justiz im Gesamtpersonalrat abgenickt. Hier werden negativen Veränderungen im Justizvollzug auch noch als positiv bezeichnet. Ob es nun die schlechte Qualität der Dienstkleidung oder der Wegfall der Übergabezeiten bei Schichtwechsel für die Kolleginnen und Kollegen in den Justizvollzugseinrichtungen ist.
 
„Statt für die Beschäftigten zu streiten und zu kämpfen, wird auch noch Hurra für den Dienstherren und Arbeitgeber gerufen“. Wir werden eine solche Politik nicht mittragen“, sagte Goiny abschließend.