Tarifverhandlungen öffentlicher Dienst Berlin
dbb: Abschluss bei verbessertem Angebot möglich

20.01.2010

„Die rund 50.000 Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes in Berlin brauchen endlich klare Perspektiven.“ Das haben dbb tarifunion und dbb berlin am Vortag der Fortsetzung der Tarifverhandlungen mit dem Berliner Senat noch einmal klar gemacht. „Wir erwarten morgen ein verhandelbares Angebot von Innensenator Ehrhart Körting, das den Beschäftigten faire Aussichten ab diesem Jahr bietet“, sagte Willi Russ, 2. Vorsitzender und Verhandlungsführer der dbb tarifunion am 19. Januar 2010. „Mit dem Eiertanz der vergangenen Runden muss endgültig Schluss sein. Wir wollen einen Abschluss!“
 
Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hätten nach sieben Jahren aktiver Beteiligung an der Haushaltskonsolidierung des Landes eine deutliche Verbesserung ihrer Einkommens- und Beschäftigungsbedingungen verdient, so Russ. „Der Weg dorthin ist ganz einfach: Berlin übernimmt den bestehenden Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder, angepasst an die besonderen Gegebenheiten in der Hauptstadt.“ Durch eine Rückkehr Berlins in die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) könnten die Berliner Beschäftigten, die im Vergleich zu ihren Kolleginnen und Kollegen in anderen Bundesländern mittlerweile rund sechs Prozent Gehaltsgefälle hinnehmen müssten, Anschluss an die allgemeine Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst halten. „Das ist nur gerecht: Gleiches Geld für gleiche Arbeit“, sagte Russ.

Joachim Jetschmann, Vorsitzender des dbb berlin, wies vor der Verhandlungsrunde darauf hin, dass die Beschäftigten eine unmittelbare Ost-West-Angleichung erwarten: „Sowohl bei der Arbeitszeit als auch beim Kündigungsschutz muss der Senat jetzt endlich gleiches Recht für alle schaffen.“