U-Haft in Berlin-Moabit

28.07.2010

Die aktuelle Juli/August Ausgabe des dbb magazin berichtet unter der Rubrik "aktuelles" über die schwierige Arbeitssituation in der Justizvollzugsanstalt Moabit. Unter der Überschrift: U-Haft in Berlin-Moabit: Lebenslänglich, wird über den Arbeitsalltag, über die täglich Belastung und über das fehlende Personal berichtet. Die Kolleginnen und Kollegen der JVA Moabit haben dem dbb magazin Rede und Antwort gestanden.

Lebenslänglich, dauert U-Haft nirgendwo - weder in der Berliner JVA Moabit noch anderswo, aber oft genug dauert sie länger als erwartet - viel länger. In Moabit sitzen "Strafer" neben "Untersuchern" ein, unterschiedliche Vorgaben, Anforderungen und Bedürfnisse prallen aufeinander, müssen unter einen Hut gebracht werden - irgendwie. Das kostet die Bediensteten viel Kraft und zehrt an den Nerven, während bei den Gefangenen der Frust oft genug eskaliert. Zwei gewaltsame Zwischenfälle ereigneten sich allein während unseres Redaktionsbesuchs, aus heiterem Himmel, aus nichtigen Anlässen. Zwei zu viel, nicht zu verhindern, oder doch? Die Justizvollzugsbediensteten in Moabit arbeiten längst am Limit, lebenslänglich.