BSBD Berlin: Der Senat ist eine einzige Enttäuschung!

31.03.2010 

Über drei Wochen nach der Unterzeichnung der Eckpunktevereinbarung zur Übernahme des neuen Tarifrechts (TVL) mit der Angleichung der Entgelte an die der anderen Bundesländer bis Ende 2017 hat der Senat immer noch keine Aussage für die Beamtinnen und Beamten in Berlin getroffen.
 
Obwohl seit dem Tage der Unterzeichnung der Eckpunktevereinbarung von Senatsmitgliedern immer wieder beteuert wird, dass für die Beamtinnen und Beamten ein zeitnaher Beschluss über die Besoldungsanpassung auf der Grundlage der Entgeltanpassung für die Tarifbeschäftigten in Aussicht ist, hat der Senat wieder nichts beschlossen, was für die Beamtinnen und Beamten von hohem Interesse und dringend erforderlich ist. „Wir sind vom Senat tief enttäuscht. Die größte Beschäftigungsgruppe im öffentlichen Dienst wird wieder am langen Arm hängen gelassen“, äußerte sich der Landesvorsitzende des BSBD Berlin, Thomas Goiny, über den Stillstand. Auf seiner Sitzung am Dienstag hat der Senat keine entsprechenden Anträge beschlossen.
 
„Wieder einmal zeigt sich die grundsätzlich ideologisch orientierte Beamtenfeindlichkeit des Senats. Wir werden regelrecht für unsere Tätigkeit bestraft“, kritisierte Goiny den Senat weiter.
 
Bereits in der letzten Woche hatte der dbb berlin die Besoldungsrückstände in Berlin scharf verurteilt.  In den anderen  fünfzehn Bundesländern ist die Besoldung jeweils zum 1. März 2010 
wieder erhöht worden. Die Grundgehälter im Land Berlin verharren demgegenüber weiter auf dem Stand vom August 2004.
 
Der Landesvorsitzende des dbb berlin, Joachim Jetschmann erklärte dazu: „Der Senat muss endlich eine Konzeption zur Besoldungsanpassung mit dem Ziele der Heranführung an das Niveau der Grundgehälter der Beamtinnen und Beamten in den anderen Bundesländern vorlegen und mit 
dem dbb berlin verhandeln.“