Der BSBD Berlin begrüßt die Entscheidung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), die gemeinsame Initiative von DGB und Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) für einen gesetzlichen Eingriff in die Tarifpluralität nicht weiterzuverfolgen.
Am Rande der Tagung des dbb Bundeshauptvorstandes am 7. Juni 2011 in Saarbrücken hatte der 1. Vorsitzende der dbb, Frank Stör, über die Entscheidung des DGB-Bundesvorstandes berichtet und damit das Scheitern der gemeinsamen Initiative erklärt. "Heute ist ein guter Tag für den Erhalt der Tarifautonomie und damit für die Beschäftigten in Deutschland", sagte Stöhr. Die DGB-Entscheidung trage dazu bei, dass Einschränkungen des Streikrechts und der durch die Verfassung geschützten Koalitionsfreiheit nicht hingenommen werden.
Die Fachgewerkschaften im dbb hatten bereits in der Vergangenheit, unter anderem mit einer Protestaktion vor dem Bundeskanzleramt in Berlin, mehrfach auf die schwerwiegenden Folgen eines möglichen gesetzlichen Eingriffs in die Tarifpluralität aufmerksam gemacht. "Diese Regelung hätte nur einseitige Vorteile für die Arbeitgeber gebracht und das mit Hilfe des DGB und seiner Fachgewerkschaften. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich das Abrücken des DGB von diesen Bestrebungen," sagte der Landesvorsitzender des BSBD Berlin, Thomas Goiny.